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Vom Gottesgericht zur verhängnisvollen Natur

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Produktnummer: 16A64363668
Autor: Weber, Christoph
Veröffentlichungsdatum: 01.01.2026
EAN: 9783787348596
Auflage: 001
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 414
Produktart: Gebunden
Verlag: Felix Meiner Verlag
Untertitel: Darstellung und Bewältigung von Naturkatastrophen im 18. Jahrhundert
Produktinformationen "Vom Gottesgericht zur verhängnisvollen Natur"
Im Zeitalter der europäischen Aufklärung gab es verheerende Natur­umwälzungen, auf die die Menschen mit Bewältigungsstrategien reagierten, die bis ins 21. Jahrhundert fortwirken. Der Autor beleuchtet in seiner interdisziplinären Studie die mentalitäts- und ideengeschichtlichen Brüche wie auch Kontinuitäten in der frühneuzeitlichen Aufarbeitung von Naturkatastrophen. Ein Themenschwerpunkt liegt in der narrativen Vermittlung von Erdbeben­katastrophen in deutschsprachigen Druckschriften, die eine ausgeprägte Beständigkeit von religiös-metaphysischen Deutungs­mustern aufweisen. Die durch die Leibniz-Wolffische Schulphilosophie vorangetriebene Bonisierung der Naturübel übte einen normativen Einfluss auf die mediale Aufarbeitung von Großkatastrophen wie das Lissabonner Erdbeben von 1755 und die Erschütterung Siziliens und Kalabriens 1783 aus. Augenzeugen­berichte wie auch Predigttexte und Lehr­gedichte sind stereotyp von Darstellungskonventionen geprägt, die bereits in Unglücks-berichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert vorherrschten. Eingehend wird ferner die Ästhetisierung gewaltsamer Natur­kräfte in einschlägigen Abhandlungen über das Ungestüme und Erhabene von Literaturkritikern und Philosophen wie Johann ­Jakob Bodmer, Moses Mendelssohn, Immanuel Kant und Friedrich ­Schiller behandelt.
Bücherregal gefüllt mit juristischen Werken

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